Bericht: Unsere Reise nach Taizé 2025

Taizé

Am 22.06 ging es für uns schon um 6 Uhr morgens aus Kempen los zur Woche der Begegnung nach Taizé. Einige Abiturient*innen aus unserer Schule, einige Ehemalige und Oberstufenschüler*innen des LVDs und des Thomaeums machten sich gemeinsam auf die Reise. Mit dabei waren unsere Begleiter Frau Dams, Herr Nothen, Herr Steffens und Frau Driever vom LvD.  

Nach einer langen Busfahrt kamen wir in Taizé an. Das Dorf besteht aus nur wenigen kleinen Häusern und ist geprägt durch die ökumenische Brudergemeinschaft von Taizé, die dort lebt. Unser erster Programmpunkt nach der Begrüßung war eine kleine Einführung, in der wir über den Tagesablauf, der durch die drei Gebetszeiten am Morgen, Mittag und Abend strukturiert ist, informiert wurden. Für die über 18-Jährigen gab es verschiedene Jobs zu wählen, und die unter 18-Jährigen wurden ihren Gesprächsgruppe zugeteilt. Dann ging es ans Zelte Aufbauen bei immer noch einer Temperatur von über 30 Grad. Als alle Zelte in einem Kreis standen, ging es weiter mit dem Abendessen und danach erwartete uns die erste Gebetszeit. In dieser gewöhnungsbedürftigen Stunde wurde viel gesungen, in unterschiedlichsten Sprachen gebetet und Bibeltexte gelesen, zugehört oder einfach nur viele Minuten in Stille nachgedacht und gebetet. 

Anschließend trafen sich alle, wie auch später an den folgenden Abenden, im Oyak, einem Kiosk, in dem man etwas zu essen oder zu trinken kaufen kann, die 18-Jährigen durften sogar ein Bier oder Wein genießen. Im Laufe der Woche wurde das Oyak immer bedeutender für alle, da man sich abends dort traf, um mit Menschen aus anderen Ländern zu tanzen, zu singen oder sogar um Volkstänze zu lernen. Die Schweden und Letten waren dabei immer besonders motiviert und gaben beim Tanzen und Singen Alles! 

Am nächsten Tag ging es mit dem Morgengebet, Frühstück und der Bibel-Einführung los. Hierbei lernten wir die anderen Jugendlichen das erste Mal so richtig kennen, als wir uns in unseren Gruppen vorstellten. Dabei entdeckten wir bereits Gemeinsamkeiten und es entstanden sogar die ersten Freundschaften. Im Tagesverlauf gab es immer genug Zeit für Verabredungen und gute Gespräche. In der Freizeit zwischen den Gebetszeiten, den Mahlzeiten und der Bibelstunde konnten wir uns aufgrund des tollen Wetters im Schatten entspannen, zum Fluss gehen oder auch mal ein Eis beim Erdbeerhof holen. 

So verging die restliche Woche sehr schnell in einem strukturierten Tagesablauf in entspannter und entspannender Atmosphäre. Das Abendgebet am Samstag wird jede Woche als Auferstehungsfeier begangen. Die Kirche war deshalb voller als sonst. Jeder bekam eine Kerze, die im Laufe der Feier entzündet wurde und die Kirche in ein traumhaftes Lichtermeer verwandelte. Dies war der Abschluss und der Höhepunkt unserer Reise und mit diesem Eindruck machten wir uns auf zum Bus und nach einer zügigen Nachtfahrt kamen wir am nächsten Morgen um 7 Uhr wieder in Kempen an. 

Zum Abschluss dieses Berichts möchten wir jedem ans Herz legen, diese außergewöhnliche Erfahrung in der Schulzeit mitzunehmen. Denn in Taizé geht es nicht um Frommsein, sondern um das Wesentliche von Religion und Spiritualität. Es geht viel mehr um Zusammensein und Zusammenleben, um Gemeinschaft, Austausch, Hilfe und Unterstützung. Wir haben erlebt: jeder kann etwas dazu beitragen! 

(Lili Batistiol, Markus Mevissen)